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Gelungenes Jugendcamp der Eisstockschützen
in Langenargen
Einen in Baden-Württemberg einzigartigen und für die Zukunft
des Eisstocksports wichtigen Event veranstaltete der Südwestdeutsche
Eisstockverband in Gemeinschaft mit dem ESC Langenargen am vorletzten
Wochenende im Sportzentrum Langenargen. Auf und um die Asphaltbahnen des
ESC fand das 2. internationale Jugendcamp statt was für alle beteiligten
Akteure eine rundum tolle Sache war.
50 Jugendliche Stockschützen trafen mit ihren Betreuern bereits am
Freitag Abend im Camp ein, denn das angekündigte Feuerwerk und der
gemütliche Hock am Lagerfeuer wollten sie auf keinen Fall verpassen.
Der offizielle Startschuss erfolgte am Samstag morgen mit einem Sichtungsturnier
an dem 8 Mannschaften teilnahmen. Das Team aus Langenargen wurde angeführt
vom Juniorenspieler Christian Mundt der zusammen mit Jugendbetreuer Horst
Zemeck das Camp initiierte und auch durchführte. Mundts Team, ergänzt
durch Tobias Fizcko, Raffael Tomasi, Phillip Eglin und Alexander Köppe
spielte wie aus einem Guss und führte das Feld nach der Vorrunde
souverän mit 14:0 Punkten an. Die Doppelbelastung Spielen/Organisieren
macht sich im zweiten Durchgang dann bemerkbar denn mit 5 verlorenen Spielen
gab der ESC die Führung am Ende an das Team aus Glashütte (26:4
Punkte) ab. Hinter Langenargen folgte punktgleich Donaueschingen (20:10),
Esslingen (16:14), LV Vorarlberg, SG Friedrichshall/Neuenstadt, LEV Baden-Württemberg
und Glashütte2.
Normalerweise ist man mit 16 Spielen an einem Tag ausreichend bedient
und geht abgekämpft zum gemütlichen Teil des Tages über.
Doch Verbandsjugendwart Achim Armbruster wollte unbedingt die Grenzen
der jungen Stockschützen erfahren und schickte alle Spieler nach
dem gemeinsamen Abendessen noch einmal auf den Asphalt um die Talente
beim Einzelzielschießen zu prüfen. Um das Spielfeld herum brannten
schon die romantischen Schwedenfeuer und aus den Musikboxen hämmerte
Disco Sound als die Jungs Schub um Schub herunterspulten und sich immer
wieder auf den Punkt konzentrieren mussten bis Armbruster gegen 23 Uhr
genügend Erkenntnisse gesammelt hatte und den Wettkampf für
diesen Tag offiziell beendete. Nach der letzten kurzen Nacht und den 16
Spielen davor war dies eine unglaubliche Energieleistung und Belastungsprobe
für alle Teilnehmer.
Einen zumindest hatte sich der Verbandsjugendwart in seinem Notizbuch
festgehalten. Raphael Tomasi vom ESC holte sich mit seinen 14 Jahren in
zwei Durchgängen gute 163 Punkte und empfahl sich dadurch für
das Auswahlkader der U16.
Kurz nach Mitternacht kehrte langsam Ruhe ein in und um die Zelte, denn
am Sonntag morgen um 8 Uhr ging es schon wieder weiter. Sichtungslehrgang
Teil2 stand auf der Agenda mit weiteren Einzelwettbewerben und einem abschließenden
Turnier mit auserwählten Spielern. Nach einem leckeren Mittagessen
welches wie alle Essen zuvor vom Hotel Schwedi gestiftet wurde, zog Verbandsjugendwart
Armbruster bei der abschließenden Siegerehrung eine überaus
positive Bilanz. „Es hat hier in Langenargen super Spaß gemacht
und ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr“. Da findet
das Jugendcamp wieder in der Langenargen statt, denn Mundt und Zemeck
haben dem Verband bereits eine Zusage für die Organisation und Austragung
in 2005 fest zugesagt.
ESC enttäuscht im Regionenpokal
Die erste Erfahrung auf Eis in der angelaufenen Saison war für die
Eisstockschützen des ESC Langenargen wieder einmal eine Schlechte.
In der Eishalle Bietigheim-Bissingen wurde am Samstag der Regionenpokal
ausgespielt an dem aus dem Bezirk Süd dieses Jahr nur der ESV Friedrichhafen
und Langenargen teilnahmen.
Joe Beck, Alfons Göppinger, Lothar Nepomuck und Bruno Morandell
starteten überraschend mit einem klaren Sieg gegen den Gastgeber
Bietigheim-Bissingen der in keiner Kehre so richtig im Spiel war. Auch
der amtierende Meister aus Stuttgart machte es Langenargen mit zahlreichen
Fehlschüssen so leicht wie noch nie und bettelte förmlich nach
einer Niederlage, doch der ESC konterte mehrmals mit entscheidenden Fehlschüssen
und verlor das Spiel mit dem letzten Schuss ganz knapp. Lothar Nepomuck
war fassungslos: " So eine Chance bekommen wir gegen Stuttgart nie
wieder !"
Auch in den nächsten Spielen gegen Glashütte und Mannheim ließ
der ESC wieder einige Big Points aus und verlor knapp. Gegen Neuenstadt
lief dann gar nichts mehr zusammen. Kein Gefühl, keine Richtung,
kein Glück - eine Klatsche. Gegen Esslingen und Neuenstadt 2 war
das Glück dann auf Seiten des ESC denn beide Spiele wurden in der
letzten Kehre durch Fehlschüsse der Gegner zu Gunsten des ESC entschieden.
Stuttgart2 holte Langenargen aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück
und auch Friedrichshafen hatte gegen den inzwischen resignierenden ESC
keine Mühe. Ein letztes Aufbäumen gegen Erpolzheim brachte zwar
noch einmal Spannung doch scheiterte Langenargen letztendlich wieder an
einem vergebenen Big Point.
Im ersten Eisturnier nach der Asphaltsaison war für den ESC, wie
eigentlich jedes Jahr, nichts zu holen. Mit Material und Spielfläche
kamen die Spieler zu keinem Zeitpunkt zurecht und so sprang am Ende bei
6:14 Punkten nur ein enttäuschender 9. Platz heraus. Den Regionenpokal
gewonnen hatte am Ende überraschend das Team aus Glashütte vor
dem ESC Stuttgart und Erpolzheim.
Für den Langenargen gilt es nun in den nächsten Wochen bei
weiteren Vorbereitungsturnieren auf Eis Vertrauen und Konstanz aufzubauen
denn am 6. November wird es beim Bundesliga Start dann richtig ernst.
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